Folgende Erläuterungen basieren auf dem von Jürgen Margraf 2003 herausgegebenen Lehrbuch der Verhaltenstherapie, Band 1 (Kap. 1.2):

- Verhaltenstherapie orientiert sich an der empirischen Psychologie. D.h. sämtliche angewendete Methoden werden wissenschaftlich überprüft auf ihre Wirksamkeit.

- Verhaltenstherapie ist problemorientiert. D.h. die Therapie orientiert sich inhaltlich an Ihren aktuellen Problemen.

- Verhaltenstherapie setzt an den prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Problembedingungen an. D.h. für jede/n Patienten/in wird ein persönliches Modell erarbeitet, das sowohl die Ursachen und Auslöser des Problems berücksichtigt als auch die sog. aufrechterhaltenden Bedingungen (d.h. die Teufelskreise, die ein Aussteigen aus der Problematik so schwer machen).

- Verhaltenstherapie ist zielorientiert. D.h. in der Therapie werden gemeinsam Therapieziele erarbeitet und verfolgt.

- Verhaltenstherapie ist handlungsorientiert. D.h. in der Verhaltenstherapie wird Veränderung in erster Linie durch neue Erfahrungen (d.h. Ausprobieren von Neuem) erzeugt. Die Veränderung durch Einsicht (z.B. über Diskutieren und Nachdenken über Vergangenes) wird als nicht ausreichend angesehen.

- Verhaltenstherapie ist nicht auf das therapeutische Setting begrenzt. D.h. Die Therapie bietet die Möglichkeit neue Erfahrungen im geschützten Therapiesetting zu machen. Essentiell ist es jedoch, diese Erfahrungen auch im Alltag zu machen. Daher ist Verhaltenstherapie immer mit Übungen (Hausaufgaben) außerhalb der Therapiestunde verbunden.

- Verhaltenstherapie ist transparent. D.h. als Verhaltenstherapeutin möchte ich Sie zum/r Experten/in für Ihre Problematik machen. Ich lege Wert darauf, dass Sie über Ihre Diagnose und alle Bestandteile der Therapie gut informiert sind.

- Verhaltenstherapie soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein. D.h. mit der Therapie möchte ich Sie dazu befähigen, zukünftig Probleme selbständig zu lösen und die Therapie damit überflüssig zu machen.

- Verhaltenstherapie bemüht sich um ständige Weiterentwicklung. D.h. für mich als Verhaltenstherapeutin, dass ich mich regelmäßig um Weiterbildung bemühe sowie mir auch Hilfe und Unterstützung (Supervision) hole, wenn ich sie brauche.